5 Erfolgsbausteine

Diese fünf Bausteine bilden die Grundlage jedes erfolgreichen DIM-Einsatzes

üBedarfsorientierte Informationsstandards – vom Betrieb nach vorne gedacht

üPraxisnahe Organisations- und Prozess-Standards

üOptimale Ausnutzung und Vernetzung von Technologie

üIntegration von Bestandssystemen und -Daten

üTransformation und Change-Management bei der Einführung

Hier zeigen wir Ihnen, was diese ausmacht – und wie Sie diese erfolgreich umsetzen.

Technologie und Vernetzung

Bestandsdaten

5 Erfolgsbausteine

Informationsstandards

(Nur) durch ein Denken von hinten nach vorne, also von der Betriebsführung bis in die frühe Planung, können Informationsbedarfe sinnvoll, schlank und zielorientiert definiert werden.

Bedarfsorientierte Informationsstandards

Sehr häufig werden Auftraggeber-Informationsanforderungen für die Leistungsphasen 1-8 definiert – und enden dann.

Nur was hilft es, in BIM-Richtlinien für Planung und Ausführung Inhalte zu definieren, die im Betrieb niemand mehr nutzen oder die niemand pflegen kann?

Neben schlanken Modellierrichtlinien und sinnvollen Vorgaben zur Objekt-Attributierung in der BIM-Welt sollte der Blick auf die Betriebsphase gerichtet sein:

Hier sind u.a. eine Kennzeichnungssyntax (z.B. AKS) für eine plattform-übergreifende Objektidentifikation und logische Verknüpfungsstrukturen für weiterführende Daten wie Pläne, Schemata, Datenblätter, Wartungs- und Montage-Anleitungen, zu entwickeln.

“Beginning with the end in mind” – Wir glauben an betriebsorientierte Informationsbedarfe – nicht an Digitalisierung um jeden Preis.

Bedarfsorientierte Informationsstandards

Standard-Entwicklung von „hinten nach vorn“

Standard-Entwicklung von „hinten nach vorn“

Kernfragen

Die Kernfragen bei der Entwicklung digitaler Informationsstandards lauten:

·wer liefert

·wann

·warum

·welche Information

·in welcher Form

·in welchem Format

·nach welchem Standard

·in welches System?

Häufig liegen auch bereits umfangreiche Standards zur Bauwerksdokumentation vor.

In diesem Fall sollten diese Vorgaben mit Blick auf BIM und DIM, also im Kern auf Objekt-orientierte Datenhaltung, gesichtet und ggf. angepasst werden.

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Kernfragen

Praxisnahe Organisations- und Prozess-Standards

Digitale, objektbasierte Workflows bedeuten in fast allen Bereichen einen Paradigmenwechsel.

Prozesse müssen vollständig reorganisiert, Hoheiten und Zuständigkeiten, Rollen und Funktionen neu geregelt und auf Organisationsebene verankert werden.

Verantwortungskreis im Digitalen Informationsmanagement

Verantwortungskreis im Digitalen Informationsmanagement

Vorgehensweise und Nutzen

Vorgehensweise

Im bereichsübergreifenden, übergeordneten Informationsmanagement müssen Rollen und Verantwortlichkeiten, Hoheiten und Einschränkungen definiert werden.

àKernaufgaben im Digitalisierungskontext klären

àVerantwortungsbereiche definieren

àRollen und Funktionen festlegen

àProzesslandkarte entwickeln

àDatenflüsse und Berechtigungsstrukturen ableiten

Kaufmännischer, technischer, baulicher und organisatorischer Betrieb müssen ein klares Zielbild, Zuständigkeiten und wechselseitige Abhängigkeiten definieren und in Funktionsbildern festlegen.

Nutzen

Sind diese organisatorischen Grundlagen etabliert, können Prozesse entwickelt werden, die langfristig die benötigte Datenqualität und optimale Datenflüsse in Planung, Errichtung, Umbau und Betrieb sicherstellen – um aus diesen Daten jederzeit verlässliche Informationen gewinnen zu können.

üKlare Rolle und Verantwortlichkeiten

üGroßes Bild über Prozesslandschaft, das sukzessive ausdefiniert werden kann

üKlare Anforderungen an technische Systemlandschaft

üKlare Schnittstellen für die Systemvernetzung

üKlare Datenflüsse und Zugriffslogik

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Optimale Ausnutzung und Vernetzung von Technologie

Elementbasierte, digitale Workflows bedingen neue Werkzeuge – und diese müssen den eigenen Ansprüchen entsprechend gewählt und angepasst werden.

Kernfragen in der Technologieverwendung

Welche Werkzeuglandschaft benötige ich für meine Kernprozesse?

Neben der Kostenbetrachtung von Hard- und Software sollten Fragen wie diese in eine Technologie-Strategie einfließen:

àwelche Werkzeuge sind für meine Anwendungsfälle und Kernprozesse geeignet?

àwie müssen diese angepasst werden, um meinen Bedürfnissen optimal zu entsprechen?

àwelche Systeme können über welche Schnittstellen vernetzt werden?

Wie zukunftssicher sind diese Systeme, wie gut interagieren sie mit meiner bestehenden Werkzeulandschaft?

Kernfragen in der Technologieverwendung

Wechselspiel mit anderen Erfolgsbausteinen

Prozessgestaltung und Informationsbedarfe haben großen Einfluss auf die Werkzeugwahl – und umgekehrt.

àDeshalb können Festlegungen nur im Wechselspiel mit diesen Themenkreisen entwickelt werden.

Und neben vielen technischen Machbarkeitsfragen geht es hier auch um Grundsätze: Viele größere Unternehmen haben häufig rigide Cloud-Policies, die die Auswahl „modernerer“ Daten-Plattformen und Common Data Environments (CDE) sensibel einschränken können. 

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Wechselspiel mit anderen Erfolgsbausteinen

Integration von Bestandsdaten und -Systemen

Kaum ein Bauvorhaben startet heute noch auf der grünen Wiese. Und so wie auch die Bauwerke selbst ist häufig auch die bestehende Dokumentation in die Jahre gekommen.

Ebenso wie die Software-Systeme, mit denen die Bestandsdaten erzeugt, gepflegt und verwaltet werden.

Kernfragen

Wie bei einem physischen Umzug muss auch bei digitalen Daten und Systemen überlegt werden, wie mit dem Bestand umgegangen wird:

·Was lohnt es, zu erhalten – was kann weg?

·Was kommt mit, was bleibt wo es ist?

·Was kommt wohin?

·Was wird im Zuge des Umzugs aufbereitet?

Das Ergebnis ist eine Migrationsstrategie, die festlegt, welche Daten unangetastet, welche aufbereitet und vielleicht sogar, idealerweise automatisiert, in neue Systeme migriert werden.

Kernfragen

Bestandsdatenstrategie

Die Bestandsdaten eines bestehenden Immobilienportfolios DIM-fähig zu machen, heißt nicht zwangsläufig: Alles neu modellieren.

Dieses Kundenbeispiel eines großen Wohnbauträgers offenbart, dass eine „BIMifizierung“ von Bestandsdaten durchaus sukzessive vorgenommen werden kann:

Für die sukzessive BIM-Migration wurde hier eine dreistufige Detaillierungstiefe vorgesehen.

·Geschoss-Dummies:
Modelliert werden gesamte Geschosse als Box (alle Liegenschaften)

·Top-Dummies:
Modelliert werden Wohnungen und allgemeine Bereiche als Boxen (alle Liegenschaften)

·Wohnungen inkl. Ausstattung mit einer Ziel-Geometrieschärfe von LOG 300 / 1:50 (on Demand)

Vorteil: So entstehen bereits viele brauchbare Daten (z.B. für CAFM- und ERP-Stammdaten) und zusätzlich korrekt geoverortete, mit allen Referenzdaten versehene Hüllmodelle, die eine perfekte Grundlage für künftige Umbau- und Planungsaufgaben darstellen.

Bestandsdatenstrategie

Transformation und Change-Management

Die Einführung von digitalem Informationsmanagement ist mehr als die Formulierung von neuen Standards.

Damit diese gelebt werden, braucht es Change-Management.

Bausteine einer erfolgreichen Transformation

Die Einführung von digitalem Informationsmanagement ist mehr als die Formulierung von neuen Standards. Damit diese gelebt werden, braucht es Change-Management:

üKlar formulierte Ziele und Milestones

üAusreichend Kapazitäten

üEin gestaffeltes Ausbildungskonzept

üAkzeptanzbildungsmaßnahmen während der Implementierungsphase

üGewährleistung von Support in der Pilotierung

Da eine Implementierung sich erfahrungsgemäß über mehrere Jahre erstreckt und eigene Wissens- und EntscheidungsträgerInnen bindet, braucht es aber auch ein klassisches Projektmanagement, also eine Kosten-, Ressourcen- und Prozessplanung.

Bausteine einer erfolgreichen Transformation